Stadtbahn Stuttgart DT8.12
Blick in die Zukunft
Der Einstiegsbereich
Unverändert ist die Anzahl der Türen, auffallend aber im neuen Fahrgastraum die zwei großen Mehrzweckabteile jeweils zwischen Fahrerstand und Tür.
Trotzdem kann durch den Einbau von Klappsitzen die Anzahl der Sitzplätze nahezu gleich gehalten werden. Das Mehrzweckabteil bietet Rollstuhlfahrern ausreichend Platz, für sie gibt es außerdem
besondere Haltemöglichkeiten, Sprechstelle und Türöffnungstaster.
Insgesamt sind die Einstiegsbereiche großzügiger gestaltet, so dass Fahrgäste mit Kinderwägen, Rollstühle oder Rollatoren leichter einsteigen können. Dazu wurden die für die Sicherheit wichtigen Haltestangen neu angeordnet. Die neuen Stadtbahnen erhalten Schwenk-Schiebe-Türen statt Außenschwingtüren. Der Einstieg bekommt eine zusätzliche Beleuchtung, außerdem ebenfalls über der Tür rote Warnleuchten, wenn sie sich schließen. Unverändert sind der Durchgang zwischen den beiden Wagenhälften, Polstersitze, ein heller und übersichtlicher Fahrgastraum und die Videoeinrichtung.
Die Klimatisierung
Auch die neuen Fahrzeuge sind klimatisiert, so dass im Sommer die Innentemperatur um 2-3 Grad unter der Außentemperatur liegt. Vier Klimageräte auf dem
Fahrzeugdach übernehmen Kühlung und Belüftung im Sommer und im Winter die Beheizung des Innenraums. Durch die Integration der Heizung des Fahrzeugs in die Klimageräte konnten die bisher bei der SSB
eingesetzten Untersitzheizgeräte eingespart werden.
Die Innenbeleuchtung
Die Beleuchtung des Fahrgastraums erfolgt beim S-DT 8.12 mit LED-Technik statt mit Leuchtstoffröhren. Die LED-Technik benötigt weniger Strom und hat eine
längere Lebensdauer.
Der Fahrerarbeitsplatz
Der Fahrerarbeitsplatz wurde nach den neusten ergonomischen Erkenntnissen und gesetzlichen Vorschriften vollständig überarbeitet. So wurden die
Sichtverhältnisse vom Fahrerarbeitsplatz vor das Fahrzeug weiter verbessert. Erkennbar wird dies durch eine wesentlich weiter nach unten heruntergezogener Windschutzscheibe oder durch das
elektronisches Rücksichtsystem. Dem Außenspiegel ist das Rücksichtsystem besonders bei schlechten Sichtverhältnissen wie z.B. Dunkelheit, Nebel, tiefstehender Sonne etc. überlegen. Auch das
Armaturenbretts ist neu. So befinden sich nur noch die zum Fahren des Stadtbahnwagens absolut notwendigen Bedienelemente auf dem Armaturenbrett, wodurch für den Fahrer die Übersichtlichkeit
wesentlich verbessert wurde.
Der Parallelbetrieb unterschiedlicher Fahrzeugtypen
Optisch und technisch unterscheiden sich die verschiedenen Fahrzeuge erheblich:
von links: S-DT8.12, DT8.10 und DT8.S
Die Fahrdynamik: Mehr Power für Steigungen
Der neue Stadtbahnwagen S-DT 8.12 hat 1 MW (1340 PS) Antriebsleistung. Im Vergleich zu seinem Vorgänger dem S-DT 8.10 wurde die
Gesamtantriebsleistung damit um 40 kW weiter erhöht. Gründe dafür sind die im SSB-Netz vorhandenen Steigungs- und Gefällstrecken von bis zu 90 Promille und das voraussichtlich höhere Fahrzeuggewicht
durch die neuen Anforderungen an die Crash-Sicherheit. Die fahrdynamischen Werte (Anfahrbeschleunigung, Bremsvermögen Beharrungsfahrt in Steigungen, etc.) können somit trotz des höheren
Fahrzeuggewichts vom neuen Stadtbahnwagen ebenfalls erreicht werden.
Sicherheitseinrichtungen
Auch das neue Fahrzeug erfüllt die hohen Sicherheitsstandards der SSB-Stadtbahnen. Das betrifft nicht nur die technischen Eigenschaften, sondern auch
die Sicherheitseinrichtungen für die Fahrgäste: Lichtschranken an den Türen, Fahrerruf, Notmelder, Notausstieg. Neu ist eine Brandmeldeanlage in allen technischen Einbauräumen und im
Fahrgastraum.
Das Fahrzeugdesign außen
Insbesondere die neuen Anforderungen an den Fahrerarbeitsplatz und neue Normen zum Crash-Verhalten haben dazu geführt, dass die Fahrzeugfront optisch
völlig verändert wurde. Deshalb hat der Fahrzeugkopf eine ausgeprägt runde Form.
Das Fahrzeugdesign innen
Der Fahrgastraum wurde komplett überprüft und überarbeitet. Trotzdem gab es nur sehr zurückhaltend Änderungen. Denn auch hier galt, dass die Fahrgäste ein vertrautes Raumgefühl haben sollen. Das
Polsterdesign bleibt ebenso wie die markanten ovalen Haltegriffe zwischen den Sitzen. Auch das Fenstertischchen – als Aufstehhilfe aber optimiert – bleibt. Die Sitze ruhen jetzt nicht mehr auf großen
Sitzkästen sondern sind überwiegend "schwebend" konstruiert. Auch die Farbgestaltung von Decken, Wänden und Boden wurden nur leicht geändert. Zu den vertrauten Türöffnern an den Haltestangen innen
und neben den Türen außen kommen weitere Taster im Türblatt hinzu.
Bilder und Text:
Mit freundlicher Genehmigung durch die Pressestelle der Stuttgarter Straßenbahnen AG.
Unser Tipp:
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